Allgemein

Vernetzungstreffen Aktive Mobilität

Am 21.11. lud der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) zum 2. Vernetzungstreffen Aktive Mobilität nach Wien ein. Thema der Veranstaltung war „Gesundheit in allen Politikbereichen“. Das Forschungsprojekt GISMO wurde durch die Kollegen von Herry Consult am Marktplatz vertreten. Neben der intensiven Kontaktpflege mit KollegInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen, konnten dabei auch wertvolle Inputs für das Projekt gesammelt werden.

Präsentation von GISMO am Marktplatz (Foto: Herry Consult).

Veranstaltungen wie dieses Vernetzungstreffen tragen zu einem wachsenden Bewusstsein für integrierte Ansätze, quer zu bestehenden Domänen-spezifischen Lösungen und Programmen, bei und passen daher ausgezeichnet zur Grundidee von GISMO: Kompetenzen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Sportmedizin, Geoinformatik, Verkehrsplanung und IT zu bündeln, um – im konkreten Beispielfall – Betrieben umfassende Evidenzgrundlagen zur gezielten und individualisierten Förderung aktiver Pendelmobilität bereitstellen zu können. Durch eine solche wird nicht nur ein individueller Gesundheitsvorteil erzielt, sondern es werden eine Reihe volks- und betriebswirtschaftlicher, Umwelt-relevanter und sozialer Folgeeffekte ausgelöst.

Eine umfassende Vorstellung der Forschungsaktivitäten im Rahmen des Projekts GISMO ist für die BMVIT Veranstaltung „Forschungsforum Mobilität für Alle“ am 30.11.2017 vorgesehen.
Erste Eindrücke von der momentan in Entwicklung befindlichen Web-basierten Informationsplattform können dann im Rahmen der nächstjährigen TRA Konferenz gesammelt werden.

 

Aktive Mobilität am Arbeitsweg

Noch läuft die klinische Studie unseres GISMO Projekts und die Probandinnen und Probanden legen ihren Arbeitsweg fleißig zu Fuß, mit dem öffentlichen Verkehr oder per Fahrrad zurück. Währenddessen arbeiten die Projektpartner Z_GIS und iSPACE an den räumlichen Modellen die den Weg und dessen Umfeld zwischen Wohnort und Arbeitsplatz bestmöglich abbilden.

Nach Abschluss der klinischen Studie und Vorliegen der gesundheitlichen Maßzahlen werden diese beiden Projektbausteine zusammengefügt um Pendlerinnen und Pendler sowie Mobilitätsmanagern und Betrieben die bestmögliche Information zu einem aktiv zurückgelegten, gesunden Arbeitsweg bieten zu können.

Aktueller Bericht über die klinische Studie, die im Salzburger Stadtblatt erschienen ist (Vergrößerung durch Anklicken).

 

GISMO im Wissenschaftsjournal gis.Science

In der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsjournals gis.Science wurde das Forschungsprojekt GISMO in der Rubrik „Mitteilungen aus Hochschulen“ vorgestellt und damit einem großen Kreis an GIS ExpertInnen aus dem deutschsprachigen Raum nahe gebracht.

Klicken Sie auf das Bild um zum Artikel zu gelangen.

Aktuell läuft die Studie unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SALK, während die räumlichen Modelle und das Designkonzept der Informationsplattform Formen annehmen.

Ohne Auto gesünder zur Arbeit

Nach der erfolgreichen Akquise von 70 Probandinnen und Probanden innerhalb der Salzburger Landeskliniken (SALK) legen ab sofort die Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer der Interventionsgruppe (N = 50) ihren Arbeitsweg statt mit dem Auto aktiv zurück; die Kontrollgruppe ändert ihr Mobilitätsverhalten nicht. Mit der Implementation der Studie ist dem Projektkonsortium ein wichtiger Meilenstein gelungen (Pressemeldung). Erfahren Sie hier Details zur Studie und zu den nächsten Schritten.

Was wird in der klinischen Studie untersucht?

Eingangsuntersuchung eines Probanden (Bildrechte: SALK)

In der klinischen Studie, die vom Herzzentrum des Universitätsspitals Zürich maßgeblich mitentwickelt wurde, wird untersucht, wie sich verschiedene Maßnahmen zur Förderung aktiver Mobilität im Rahmen eines betrieblichen Mobilitätsmanagements auf den gesundheitlichen Gesamtzustand der Probanden auswirken. Zu diesem Zweck werden die 70 Probandinnen und Probanden in eine Interventions- und eine Kontrollgruppe unterteilt. Bei der Kontrollgruppe werden keine gezielten Maßnahmen zur Änderung des Mobilitätsverhaltens gesetzt. Dagegen werden Probandinnen und Probanden der Interventionsgruppe motiviert den Arbeitsweg statt mit dem Auto aktiv zurückzulegen. Als Alternativen zum Auto wird einerseits das Fahrrad und andererseits die Kombination aus öffentlichem Verkehr und zu Fuß gehen gezielt unterstützt.
Alle Probandinnen und Probanden unterziehen sich zu Beginn der Studie und nach Ablauf eines Jahres einer eingehenden, sportmedizinischen Untersuchung am Universitätsinstitut für präventive und rehabilitative Sportmedizin der PMU Salzburg, um gesundheitliche Veränderungen feststellen zu können. Des Weiteren zeichnen die Probandinnen und Probanden während der Studienlaufzeit ihre tägliche Pendelmobilität in so genannten Mobilitätstagebüchern auf. Diese Aufzeichnungen werden mit Hilfe von GPS-fähigen Fitnessuhren stichprobenartig überprüft. Insgesamt liegen am Ende der Studie Daten zur tatsächlich geleisteten Pendelmobilität und zum Gesundheitszustand vor und nach den Maßnahmen vor. Da im Rahmen der Studie personenbezogene Daten erhoben werden, wurde das Studiendesign der zuständigen Ethikkommission der Universität Salzburg zur Prüfung vorgelegt und von dieser bewilligt.

Was passiert mit den Daten?

Die medizinischen Daten unterliegen den strengen Datenschutzregeln einer sportmedizinischen Untersuchung und sind im krankenhauseigenen Informationssystem vor Fremdzugriffen geschützt. Die Mobilitätsdaten werden anonymisiert per Tagebuch und GPS Tracking erhoben und über ein Pseudonym mit den Gesundheitsdaten verbunden. Ausgegeben werden ausschließlich aggregierte Kennzahlen, die weder direkte noch indirekte Rückschlüsse auf Einzelpersonen zulassen. Alle anderen Daten, die im Rahmen des Forschungsprojekts verwendet werden, sind öffentlich zugängliche Datensätze.

Wie war es möglich genügend Probandinnen und Probanden zu motivieren?

Dank der kräftigen Unterstützung diverser Kooperationspartner konnte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SALK ein sehr attraktives Angebot bei Studienteilnahme gemacht werden. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie erhalten zwei umfangreiche sportmedizinische Untersuchungen am Beginn und Ende der Studienlaufzeit. Je nach zugeloster Gruppenzugehörigkeit werden die Probandinnen und Probanden mit hochwertigen Incentives zur dauerhaften Teilnahme an der Studie motiviert: Zeitkarten für den öffentlichen Verkehr, Regenbekleidung, GPS-fähige Fitnessuhren, Fahrrad-Reperaturgutscheine, Massagebälle, Handyhalterungen und mehr.

Was sind die nächsten Schritte im Projekt?

Bewertung der Radverkehrsinfrastruktur („Bikeability“) – der Ausschnitt zeigt den Salzburger Zentralraum auf österreichischer Seite. (Bildrechte: Z_GIS)

Während der Laufzeit der klinischen Studie konzipieren Wissenschaftler des Researchstudios iSPACE gemeinsam mit Kollegen des Interfakultären Fachbereichs Geoinformatik – Z_GIS der Uni Salzburg räumliche Modelle, die später mit den Daten aus der Studie verbunden werden. Diese räumlichen Modelle dienen einerseits dazu, das Umfeld des Wohnorts und des Arbeitsplatzes (jeweils beliebige Adresspunkte) hinsichtlich der Eignung für verschiedene Mobilitätsformen zu untersuchen, und andererseits Routenempfehlungen für den Arbeitsweg mit Bezugnahme auf zu erwartende gesundheitliche Effekte zu generieren. Bei der Umfeldanalyse werden beispielsweise die Attraktivität des Wegenetzes für Fußgänger, die Qualität der Radverkehrsinfrastruktur oder die Distanz zur nächsten Haltestelle des öffentlichen Verkehrs festgestellt. Diese Information fließt auch in die Routenoptimierung ein, bei der zudem Aspekte wie Abfahrtsintervalle, Steigung und maximal zumutbare Distanzen mit berücksichtigt werden.
Diese räumlichen Elemente werden anschließend in einer Informationsplattform, die gemeinsam mit den Firmen TraffiCon und Herry Consult entwickelt wird, zusammengeführt. Hier sollen alle relevanten Informationen intuitiv zusammengeführt werden, um Mobilitätsmanager, Betriebe und Pendler bestmöglich mit Evidenzgrundlagen versorgen zu können.

 

GISMO Projekt in den Salzburger Nachrichten

Die österreichische Tageszeitung Salzburger Nachrichten berichtete am 31.05.2017 über den Start der klinischen Studie, bei der 70 Probandinnen und Probanden unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburger Landeskliniken (SALK) rekrutiert wurden. Ziel der Studie ist es, den gesundheitlichen Effekt aktivier Pendelmobilität quantitativ festzustellen und in weiterer Folge mit räumlichen Daten zu verbinden. Daraus lassen sich dann spezifische Aussagen zu den zu erwartenden gesundheitlichen Effekten verschiedener Mobilitätvarianten für den Arbeitsweg ableiten.

Copyright: Salzburger Nachrichten, 31.05.2017 

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Probandinnen (m/w) gesucht!

Noch gibt es die Möglichkeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburger Landeskliniken (SALK) am Projekt GISMO mitzuwirken. Wir laden all diejenigen, die ihren Arbeitsweg endlich aktiv für ihre Gesundheitsvorsorge nutze möchten ein, sich zu melden und Teil eines hoch innovativen Forschungsprojekts zu werden!

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Unterwegs mit dem Lastenrad

Bei einem Forschungsprojekt zu nachhaltiger, gesunder Mobilität gilt es natürlich, mit gutem Vorbild voran zu gehen. Deshalb nutzen wir das Lastenrad der Universität Salzburg zum Transport von sperrigem Material. So wie heute, als einige der Incentives, die auf unsere ProbandInnen warteten, durch die Stadt transportiert werden mussten.

Martin vom Z_GIS hat seine Fahrt aufgezeichnet und unterwegs fotografiert (klicken Sie auf das Bild um die Storymap zu öffnen):

storymap

 

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