Allgemein

VeloCity 2019

Eines der Hauptthemen bei der diesjährigen VeloCity Konferenz, der weltweit größten Konferenz zu Fahrradmobilität, war der Gesundheitsnutzen aktiver Mobilität.
Direkt im Anschluss an die Plenary Session zum Thema, moderierte Lucy Saunders von Healthy Streets London den Vortragsblock „Enshrining Health in our Mobility Systems“.

Martin Loidl, von Z_GIS der Universität Salzburg, präsentierte einen Überblick über das GISMO Projekt und teilte erste Ergebnisse. Die Folien dazu sehen Sie unten. Ausführliche Informationen werden gerade für die Veröffentlichung in wissenschaftlichen Journalen vorbereitet.

 

Fitnesscenter Arbeitsweg

Die Ergebnisse unseres Forschungsprojekts finden nach wie vor großes Interesse. Nachdem nun auch die Datenauswertung der klinischen Studie abgeschlossen ist (die Ergebnisse wurden im Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports zur Publikation eingereicht), kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass ein aktiv zurückgelegter Arbeitsweg durchaus als Fitnesscenter bezeichnet werden kann.

Unter diesem Motto lud die Robert Jungk Bibliothek gemeinsam mit der Smart City Salzburg heute zu einer Veranstaltung mit Josef Niebauer (SALK), Bernhard Zagel (Z_GIS) und Josef Reithofer (Stadt Salzburg) als Referenten ein. Einen ausführlichen Bericht zu dieser Veranstaltung finden Sie hier:

„Alltagswege mit dem Rad und zu Fuß zurücklegen“ | Nachlese zu einer Kooperationsveranstaltung mit Smart City Salzburg

Im Vorfeld wurde das Thema in den lokalen Medien aufgegriffen:

Am Mittwoch werden die Ergebnisse des GISMO Projekts dann auch international präsentiert werden. Martin Loidl (Z_GIS) hält beim weltgrößten Fahrradkongress, der VeloCity, in Dublin einen Vortrag zu „Promoting active, healthy commuting“.

ÖGPH Jahrestagung 2019

Von 22. bis 23. Mai 2019 fand in Wien die Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Public Health statt. Im Rahmen dieser sehr interdisziplinär organisierten, wissenschaftlichen Veranstaltung, organisierten Sylvia Titze (Universität Graz) und Martin Eder (klimaaktiv mobil, BMNT) ein Symposium zu „Nachhaltig bewegen durch aktive Mobilität“.

Der Projektleiter von GISMO, Martin Loidl (Z_GIS), wurde von den Organisatoren des Symposiums eingeladen, das GISMO Projekt und erste Ergebnisse zu präsentieren:

 

EuroPrevent 2019 Lissabon

Nachdem Dr. Niederseer vom Universitätsspital Zürich das Design der klinischen Studie, die im Rahmen von GISMO durchgeführt wurde, bereits beim letztjährigen EuroPrevent Kongress in Ljubljana präsentierte, können heuer in Lissabon erste Ergebnisse vorgestellt werden. Der jährlich stattfindende EuroPrevent Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie gilt als wichtigste wissenschaftliche Veranstaltung im Bereich der präventiven Kardiologie.

Dr. Niederseer (links) und Prof. Dr. Schmied (rechts) vom Universitätsspital Zürich beim EuroPrevent 2019 in Lissabon.

Bereits zum zweiten Mal schaffte es damit ein Beitrag aus dem Projekt GISMO ins Programm dieser bedeutenden Veranstaltung. Als einer von über 700 Beiträgen, ist der Posterabstract über die Webseite der Veranstalter verfügbar.

Die detaillierten Auswertungen der klinischen Interventionsstudie liegen vor und werden in Kürze im Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports (SJMSS) veröffentlicht werden.

 

GISMO gewinnt VCÖ Mobilitätspreis

Der VCÖ Mobilitätspreis gilt in Österreich als wichtigste Auszeichnung im Bereich nachhaltiger Mobilität. Er wird jährlich in verschiedenen Kategorien verliehen. Heute Abend wurde im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung das Forschungsprojekt GISMO in der Kategorie „Wissenschaftliche Forschung und Studien“ prämiert.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt konnte nicht nur die Expertenjury, sondern auch unzählige Interessierte, die sich am Publikumsvotum beteiligten, überzeugen. Tatsächlich ist es mit GISMO erstmals gelungen, die verschiedenen Fachgebiete, die sich mit Gesundheit und Pendelmobilität beschäftigen, zu verknüpfen. Es gibt eine Vielzahl von Expertinnen und Experten, die ein Anliegen für Gesundheitsförderung und Mobilitätsmanagement haben:

  • Basierend auf den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), propagieren Medizinerinnen und Mediziner körperliche Bewegung als ideale Präventivmaßnahme. Entsprechend umfassend ist der wissenschaftliche Befund, der die vielen positiven Gesundheitseffekte aktiver Mobilität bestätigt. Weniger bekannt ist, mit welchen gesundheitlichen Effekten bei Maßnahmen, die im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements oder der betrieblichen Gesundheitsförderung typischerweise implementiert werden können, zu rechnen ist.
  • Unternehmen installieren aus verschiedenen Beweggründen ein betriebliches Mobilitätsmanagement. Sei es um gewissen Umweltauflagen Folge zu leisten, betriebswirtschaftliche Effekte zu erzielen oder ein positives Image durch die wahrgenommene betriebliche Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) zu pflegen. Gesundheitseffekte wurden in diesem Kontext bislang eher nachrangig adressiert.
  • Seit je her ist die Personenmobilität eng mit räumlicher Information, Planung und Auskunftssystemen verbunden. Routing- und Navigationslösungen sind zu alltäglichen Werkzeugen geworden, wobei das Hauptaugenmerk der meisten Dienste auf reisezeitoptimierten Empfehlungen liegt. Um individuelle Pendelverbindungen zusätzlich hinsichtlich Gesundheitsaspekten zu optimieren, bedarf es komplexer Modelle und Analyseverfahren, die die räumlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Dazu zählen nicht nur die möglichen Verbindungen, sondern auch die infrastrukturelle Ausstattung und damit Eignung des Straßenraums für aktive Mobilitätsformen.

Im Forschungsprojekt GISMO wurden diese Domänensilos gezielt aufgebrochen und quervernetzt. Darauf aufbauend wurden gänzlich neue Informationen, durch die Verbindung medizinischer Forschung und georäumlicher Verfahren erzeugt. Ergebnis ist eine interaktive, webbasierte Informationsplattform, die es Unternehmen und Institutionen erlaubt, auf ihre Mitarbeiter zugeschnittene Maßnahmen zur Förderung aktiver, gesunder Pendelmobilität zu setzen.

Voraussetzungen für ein Forschungsprojekt wie GISMO sind einerseits eine herausragende Expertise in der eigenen Domäne und andererseits die Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und eine gemeinsame Sprache bislang nicht verwandter Disziplinen zu entwickeln. Den involvierten Kolleginnen und Kollegen vom Institut für Sportmedizin der Salzburger Landeskliniken, dem Universitätsspital Zürich, dem Forschungsstudio iSPACE der Research Studios Austria sowie der beiden Firmen TraffiCon und Herry Consult ist dies zweifellos gelungen.

„Mit dem VCÖ Mobilitätspreis wurden die zahlreichen Bemühungen aller Konsortialpartner und der unterstützenden Institutionen vor den Vorhang geholt. Der konsequente interdisziplinäre Ansatz eröffnet tatsächlich neue Möglichkeiten in der Förderung nachhaltiger und gesunder Mobilität. Wir freuen uns, dass dieser Weg heute Abend honoriert wurde.“ sagt Martin Loidl, GISMO Projektleiter und Forscher am Z_GIS.

Das Forschungsprojekt GISMO läuft noch bis Ende November 2018. Aktuell werden die umfangreichen Daten der medizinischen Interventionsstudie ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in die konzipierte Informationsplattform ein und werden in verschiedenen wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht.

 

GISMO für VCÖ Mobilitätspreis 2018 nominiert

Der VCÖ Mobilitätspreis ist die bedeutenste Auszeichnung im Bereich nachhaltiger Mobilität in Österreich. Jährlich werden Projekte und Ideen in  verschiedenen Kategorien prämiert. Laut Angaben des VCÖs wurden heuer insgesamt 321 Projekte eingereicht – darunter auch GISMO.

Das Forschungsprojekt GISMO wurde in der Kategorie „Wissenschaftliche Forschung und Studien“ von der Jury für die Auszeichnung nominiert.
Zusätzlich zur Evaluierung durch die Jury können aktuell per Online-Voting Punkte für die endgültige Preisvergabe gesammelt werden. Sie sind bis 25. Juli 2018 eingeladen für das Projekt GISMO zu stimmen. Unterstützen Sie unser Vorhaben zur Förderung aktiver, gesunder Pendelmobilität und nehmen Sie am Online-Voting teil!