Projektbeschreibung

2016-09-23-logo-projektDas zweijährige Forschungsprojekt GISMO wird im Programm „Mobilität der Zukunft“ des BMVIT gefördert. Es integriert Domänen-spezifisches Know-How aus dem Bereich der medizinischen und sportphysiologischen Forschung, der räumlichen Informationsverarbeitung und der Mobilitätsberatung in einer interdisziplinären Informationsplattform zur Förderung gesunder Mobilität im Kontext des betrieblichen Mobilitätsmanagements.

Im Rahmen des Projekts wird die gesundheitliche Wirkung von Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger, aktiver Mobilität quantitativ untersucht. Diese Datengrundlage wird mit räumlichen Modellen und Analysen in einer integrierten Informationsplattform zusammengeführt und evaluiert. Ziel dabei ist es, die gesundheitlichen Wirkungen je Mobilitätsform für die individuelle Relation zwischen Wohnort und Arbeitsplatz abzuschätzen. Dadurch werden bestehende Argumentationslinien im betrieblichen Mobilitätsmanagement, die primär auf Mobilitäts- und Umwelteffekte sowie wirtschaftliche Effizienz abzielen, um die Komponente der MitarbeiterInnen-Gesundheit und der gesundheitlichen Prävention ergänzt. Mit der konzipierten Informationsplattform steht dafür ein innovatives Lösungsinstrument für die Evidenz-gestützte Planung, Beratung und Information zur Verfügung.

Die unmittelbare gesundheitspolitische und wirtschaftliche Relevanz des Projekts ergibt sich aus dem akuten Bewegungsmangel, und damit verbundenen, gesundheitlichen Implikationen, unter MitarbeiterInnen in Betrieben. Durch die gezielte Stärkung nachhaltiger, aktiver Mobilität am Arbeitsweg leistet das Projekt GISMO einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der körperlichen Aktivität und den damit verbundenen Effekten auf individueller aber auch gesamtgesellschaftlicher Ebene: eine Verbesserung des individuellen Gesundheitszustands, einer Stärkung aktiver Mobilität und des öffentlichen Verkehrs, positive Umwelteffekte und ein Beitrag zu egalitärer Mobilität.

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Folgende, konkrete Resultate sind aus dem Projekt GISMO zu erwarten:

  • Quantifizierbare, gesundheitliche Effekte von nachhaltigen, aktiven Mobilitätsformen
  • Empfehlungen zur Attraktivierung gesundheitsfördernden Mobilitätsroutinen unter Berücksichtigung räumlicher Gegebenheiten
  • Aussagen zur Effizienz einer Informationsplattform, die zur Unterstützung Evidenz-basierter Planung, Beratung und Information herangezogen werden kann.
  • Empfehlungen und Entwicklungspfade für Werkzeuge zur Verankerung des Gesundheitsaspekts im betrieblichen Mobilitätsmanagement

Das Projekt ist in mehrere Arbeitspakete (Projektphasen) gegliedert, wobei jedes von einem Projektpartner hauptverantwortlich geleitet wird.

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Z_GIS als Konsortialführer ist für das Projektmanagement (AP1) und die Evaluierung und Dissemination der Projektinhalte (AP5) zuständig. In der ersten Projektphase (AP2) werden die gesundheitlichen Effekte verschiedener Interventionen in einem Quasi-Experiment unter Federführung der medizinischen Partner (SALK und Universitätsspital Zürich) erhoben. Die Konzeption und Bereitstellung räumlicher Modelle und Analyseverfahren wird in Projektphase 2 (AP3, Leitung iSPACE) umgesetzt. Die räumlichen und die medizinischen Komponenten des Projekts werden anschließend in einer Entscheidungs-unterstützenden Informationsplattform zusammengeführt (AP4). Die Konzeption dieser Umgebung verantwortet TraffiCon.

 

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